7 Schritte zur passenden Werbeagentur

von | 01.12.2022 | Branding, Strategie, Webdesign

So findest du die richtige Werbeagentur – Eine Anleitung

Auf der Suche nach einer geeigneten Werbeagentur kann man schon mal die Krise bekommen. Ich kenne es selbst aus meiner Zeit, in der ich noch auf Unternehmensseite saß und mit Agenturen zusammengearbeitet habe. Es ist wirklich tricky, eine Agentur zu finden, die professionell, kompetent und verlässlich ist und mit der die Zusammenarbeit darüber hinaus Spaß macht und auf Augenhöhe stattfindet.

Viele Unternehmen zahlen leider Lehrgeld, weil sie sich vorher nicht über die Dienstleister informieren oder sich von Dumpingpreisen oder Vertriebler-Tricks locken lassen. Sie erhalten dann eine nicht zufriedenstellende Leistung. Das Geld ist weg, das Ziel nicht erreicht, eine neue Agentur muss gesucht werden. Es muss nicht nur zwei Mal Geld in die Hand genommen werden, auch Zeit geht flöten, von den Nerven ganz zu schweigen.

Damit du kein Lehrgeld zahlst, haben wir eine Anleitung erstellt. Halte dich an die folgenden Tipps und du bist schon ein gutes Stück auf der sicheren Seite, die passende Agentur zu finden.

© by Kopf & Hand Kreativ- und Werbeagentur
Lies unsere Anleitung, denn so lassen sich erfolgreich abgeschlossene Projekte gemeinsam feiern!

Schritt 1: Prüfe die Website und das SEO

Ist die Website intuitiv bedienbar, modern und problemlos auf mobilen Endgeräten darstellbar und nutzbar, ist sie aktuell? Macht das Menü Sinn, ist die Website auf Google auffindbar, ohne die gesamte URL einzugeben?

Schritt 2: Durchleuchte die Referenzen

Oft sind lediglich Unternehmen als Referenz angegeben, aber nicht das Projekt selbst, welches tatsächlich bearbeitet wurde. Hinter einer Referenz verbergen sich regelmäßig Case-Studies oder Designs zur Darstellung der eigenen Fähigkeiten, aber keine echten Aufträge. Das ist sinnvoll und auch total legitim, da potentielle Klienten so einen besseren Eindruck von Können und Stil der Anbieter erhalten können. Dennoch sollten „unechte“ Referenzen gekennzeichnet sein. Frage im Zweifel einfach nach, was genau für jeweilige Unternehmen bearbeitet wurde.

Website-Referenzen

Achte bei den Referenzen zudem auf Ähnlichkeiten: Wirken die verkauften Websites z. B. analog – achte auf den Header und Footer, das Menü und die Layoutstruktur (werden z. B. immer Texte und Bilder in ähnlicher oder gleicher Reihenfolge verwendet). Dem ist so? Die Webdesigner arbeiten dann vielleicht mit einem Template, dass er immer wieder verkauft und nur auf den jeweiligen Kunden anpasst. Er verkauft dir also eine Leistung von der Stange. Achte neben dem Design (User Interface) auch auf die Usability (User Experience, sprich: Nutzerfreundlichkeit). Erfüllt die Website oder der Shop den jeweiligen Zweck, läuft der Bestellprozess im Shop problemlos, …? Aber Achtung! Es kann sein, dass der Kunde Shops oder Websites selbst verschlimmbessert hat und der jeweilige Dienstleister dementsprechend nichts für Fehler oder Schwierigkeiten kann.

Social-Media-Referenzen

Genauso ist es im Social-Media-Bereich. Ähnelt sich das Design der betreuten oder unterstützten Accounts deutlich? Dann wird vielleicht immer dieselbe Design-Vorlage genutzt/verkauft – das ist nicht nur ärgerlich, sondern sogar schädlich für deinen Social-Media-Auftritt (da auch hier ein Design mit Wiedererkennungswert und Individualität extrem relevant ist). Mehr zu dem Thema im Schritt 6.

Schritt 3: Hinterfrage das Team

Im Team werden oft Personen abgebildet, die gar nicht angestellt sind. Sehr häufig handelt es sich um Freelancer, die auf Rechnung arbeiten. Lass dich also nicht von einem riesigen Team blenden. Außerdem: Gerade Freelancer arbeiten oft remote. Ist dir die persönliche Erreichbarkeit oder sind dir sogar Besprechungen vor Ort wichtig, dann kläre vorab, wer Ansprechpartner für dein Projekt wäre und wie die Kommunikation erfolgt. Checke auch gern den Hintergrund der Dienstleister. Besitzt er Ausbildungen, Erfahrungen, Referenzen, die ihm überhaupt die Expertise verleihen, die er anpreist? Checke dazu einfach LinkedIn oder Xing, manchmal hilft auch schon Facebook.

Schritt 4: Checke Social-Media-Kanäle

Die Agentur bietet Social-Media-Marketing an? Dann prüfe die entsprechenden Profile der Agentur selbst. Sind die Social-Media-Kanäle ästhetisch designt, übersichtlich und bieten Mehrwert und Informationen zum Unternehmen, werden die Kanäle regelmäßig bespielt?

Instagramfeed um digitale Sichtbarkeit mit Social-Media-Marketing zu erhalten
Eine Referenz und ein Beispiel für einen ästhetischen Instagram-Feed

Schritt 5: Teste die Erreichbarkeit

Ist die Agentur gut erreichbar? Geht jemand ans Telefon und kann dir weiterhelfen? Wird zeitnah auf deine Mails reagiert? Kannst du wohlmöglich sogar vor Ort vorbeischauen (falls dir das wichtig ist).

Schritt 6: Hinterfrage das Angebot – Red Flag Paketpreise

Wurden dir vor der Angebotserstellung Fragen gestellt? Tiefgehende Fragen, die nicht nur den Projektrahmen abstecken, sondern auch dein Unternehmen und deine Ziele ergründen? Ist das Angebot individuell auf dich und deine Bedürfnisse abgestimmt oder handelt es sich wahrscheinlich um ein Standard-Paket, das schon oft verkauft wurde? Gerade Paketpreise solltest du kritisch betrachten. Wenn der Anbieter dir die voraussichtlichen Arbeitsstunden nicht transparent darstellt, dann weil er es nicht möchte. Er verkauft dir mutmaßlich vorgefertigte Layouts, die somit NICHT individuell für dich erstellt wurden (Stichwort Template oder vorgefertigte Design-Vorlagen). Das muss nicht unbedingt für eine schlechte Arbeit sprechen, nur muss dir bewusst sein, dass du austauschbare Leistungen von der Stange kaufst.

Schritt 7: Höre auf dein Bauchgefühl

Das Wichtigste! Sind euch die Personen hinter der Agentur sympathisch, kannst du dir vorstellen (mindesten über den Projektzeitraum), regelmäßig miteinander zu schnacken und auch ein Stückweit zusammenzuarbeiten? Bist du der Meinung, dass auch konstruktive Kritik geäußert werden kann und darauf reagiert wird? Hast du den Eindruck, dass deine Ansprechpartner souverän sind und sich in ihrem Gebiet auskennen?

Ja, ja und nochmals, ja?

Dann go for it! Du hast sehr wahrscheinlich eine Agentur gefunden, die zu dir passt! Herzlichen Glückwunsch, du hast dir wahrscheinlich Zeit, Geld und Nerven gespart. Andere beneiden dich! 😉

In diesem Beitrag, haben wir uns ausführlich damit beschäftigt, wie du die Expertise von Anbietern unter die Lupe nimmst, damit du kein Lehrgeld zahlst!

Hände schärfen Messer, um Bot zu schneiden, Person trägt Metzgerschürze. Zum Transfer Werbeagentur gleich Bäcker.
Ich kaufe meine Brötchen beim Metzger – ein Gedankenexperiment.

Disclaimer: Es handelt sich hierbei um Tipps aus unserer eigenen Erfahrung heraus. Diese Tipps richten sich insbesondere an kleine und mittelgroße Unternehmen, die entsprechend thematisierte Leistungen in Auftrag geben möchten oder sich in diesen Bereichen Unterstützung wünschen.

Bist du schon einmal mit einer Agentur oder Dienstleister auf die Nase gefallen und was waren die größten Probleme? Teile es uns gern in den Kommentaren mit!💬

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Über den Autor

Anne Sophie Büsch

Anne Sophie Büsch

Hello, it's me - Anne, der Kopf der Agentur. Ich bin studierte Betriebswirtin und habe einen Master in Wirtschaftspsychologie - in beiden Studiengängen lag mein Schwerpunkt im Marketing. Seit 2015 war ich in verschiedenen Marketingbereichen in unterschiedlichen Branchen tätig. Meine Praxiserfahrung lehrte mich, die Theorie in der Praxis anzuwenden und zielführend einzusetzen.

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